Freundeskreis

Seit der Indienststellung der Fregatte Brandenburg im Oktober 1994 weilt jährlich auf Einladung des Landtages eine Abordnung der Fregatte zum Patenschaftsbesuch im Land Brandenburg.

Diese Besuche sind Ausdruck der gegenseitigen Verbundenheit zwischen dem Land und der Besatzung. Sie tragen gleichzeitig mit dazu bei, die harte, verantwortungsvolle und nicht ungefährliche Arbeit der Soldaten, Soldatinnen, Maate und Offiziere bei der Erfüllung der Einsatzprogramme, weit der Heimat entfernt und über längere Zeiträume, in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Das Besuchsprogramm trägt mit vielfältigen Begegnungen und Gesprächen mit Persönlichkeiten des Landes, Besichtigungen von Gedenkstätten sowie Unternehmen der Wirtschaft, seiner geschichtlichen sowie wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung vertraut zu machen.

Dazu gehört auch alljährlich der Besuch der Internationalen Grünen Woche in Berlin, der weltgrößten Agrarmesse. Das Land Brandenburg stellt in einer eigenen Halle die Vielfalt und Leistungsfähigkeit der heimische Agrar- und Ernährungswirtschaft, ländliches Handwerk und Brauchtum sowie den ländlichen Tourismus vor. Der Agrarmarketingverband “pro agro” koordinierte gemeinsam mit dem Landwirtschaftsministerium diese Leistungsschau, stellt diese den Marineangehörigen vor und organisiert Unternehmergespräche.

Anlässlich einer Familienfahrt am 22. Juni 2007, an der auch einige Brandenburger Unternehmer teilnahmen, unterbreitete der damalige Fregattenkapitän und Kommandant Michael Sauerborn den Vorschlag, einen Freundeskreis der Fregatte Brandenburg zu bilden.

Aufgabe des Freundeskreises ist es, die Existenz der Fregatte und deren Aufgaben und Einsätze stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken und damit die Verbundenheit zwischen der Besatzung  und den Bürgern des Landes zu stärken. Neben der Erfüllung militärischer und humanitärer Aufgaben erfüllt die Fregatte gewissermaßen auch Botschafterfunktionen des Landes. Diese Funktion unterstützt der Freundeskreis durch Informationsveranstaltungen und Zusammenkünfte zwischen Unternehmern und Besatzung. Damit unterstützt der Freundeskreis ideell die bestehende Patenschaft zwischen dem Landtag und der Besatzung.

Zur Umsetzung der satzungsgemäßen Aufgaben wurden durch den Freundeskreis u.a. Kontakte der Fregatte zum Industriestandort Ludwigsfelde durch Gespräche mit dem Bürgermeister der Stadt, der Besichtigung der Produktionsstätten im Automobilwerk und der MTU sowie des Besuchs des Industriemuseums hergestellt. Des weiteren erfolgte der Besuch des BER, wurde ein Erfahrungsaustausch zwischen Bäckern der Besatzung und des Institutes für Getreideverarbeitung in Bergholz Rehbrücke durchgeführt und eine Produktpräsentation regionaler Spezialitäten auf der Fregatte anlässlich der Deutschen Kulturtage in Riga mit organisiert.

Der Aufbau einer Internetplattform, um Möglichkeiten einer Arbeitsplatzbeschaffung für Besatzungsmitglieder nach deren Beendigung der aktiven Wehrzeit zu prüfen, wurde mit Großbetrieben der Industrieregion Ludwigsfelde, der Wirtschaftsförderung der Stadt sowie Offizieren der Fregatte beraten. Nach zeitlicher Verzögerung soll diese Maßnahme kurzfristig umgesetzt werden.

Personelle Veränderung in der Mitgliederschaft und im Vorstand machen nach zehnjährigem Bestehen des Freundeskreises eine Neustrukturierung erforderlich.