Heimatbrief Nr. 5

Sehr geehrte Angehörige und Freunde der Besatzung der Fregatte Brandenburg!

 

Nach 10 Tagen auf See sind wir heute in Izmir in der Türkei eingelaufen. Wir haben das türkisblaue Wasser der Ägäis gegen das trübe Wasser des Hafens getauscht. Dennoch freut sich die Besatzung auf unseren ersten Aufenthalt in der Türkei. Das Wochenendwetter verspricht jedenfalls sehr heiß und sonnig zu werden.

Die politischen Streitigkeiten der letzten Wochen um die Frage der Stationierung deutscher Luftwaffentornados in Incirlik haben  aktuell auf unseren Aufenthalt keine spürbaren Auswirkungen. Die Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden verläuft bisher problemlos. Also, derzeit kein Grund zur Sorge oder Beunruhigung.

Die hinter uns liegende Seefahrt hat uns schnell wieder in der Einsatzrealität ankommen lassen – gut so, nach der langen Liegezeit im Dock in Piräus. Der Kurzaufenthalt in Thessaloniki war dann verregnet und diente ja auch vorrangig der Übernahme von Proviant und Ersatzteilen.

Kaum zurück im Einsatzgebiet war das Wetter wieder deutlich besser. Bei Temperaturen um 25° und wenig Wind haben wir unseren Beobachtungsauftrag schnell wieder aufgenommen und konnten auch neue Erkenntnisse zum Vorgehen der Schleuser sammeln und entsprechend weiter melden.

Die neben den planmäßigen Wartungsarbeiten auf See noch verbleibende Zeit versuchen wir abwechslungsreich zu nutzen. Entweder durch schiffsinterne Schadensabwehr- und Gefechtsübungen oder Unterrichte über die Region und das Einsatzgebiet.

Trotz des vollen Programms wird natürlich auch Zeit für das tägliche Pensum Sport gefunden. Letzte Woche konnten wir das Sportangebot durch Aufbau und Eröffnung unseres „Taucherübungsbeckens“ (einige würde es evtl. als Swimming-Pool bezeichnen) deutlich erweitern

Während unseres Aufenthalts hier in Izmir haben wir Besuch von dem stellvertretenden Beauftragten des Generalinspekteurs für Ausbildung und Erziehung. Ein Routinebesuch, der bei allen Einsatzkontingenten der Bundeswehr durchgeführt wird. Durch Gespräche mit der Kontingent- und Schiffsführung aber auch mit Vertretern der Besatzung wird ein Stimmungsbild eingefangen und dann an den Generalinspekteur weitergegeben um ggf. Anpassungen in der Ausbildung einzuleiten.

Während unseres Aufenthalts hier in Izmir haben wir Besuch von dem stellvertretenden Beauftragten des Generalinspekteurs für Ausbildung und Erziehung. Ein Routinebesuch, der bei allen Einsatzkontingenten der Bundeswehr durchgeführt wird. Durch Gespräche mit der Kontingent- und Schiffsführung aber auch mit Vertretern der Besatzung wird ein Stimmungsbild eingefangen und dann an den Generalinspekteur weitergegeben um ggf. Anpassungen in der Ausbildung einzuleiten.

Erlauben Sie mir noch eine kleine Bemerkung zum Thema „Prüfauftrag zum Umgang mit dem Traditionsverständnis in Bezug auf die Wehrmacht“. Über dieses Thema wurde in den vergangenen Wochen heftig diskutiert, auch hier an Bord. Ich werde mich hier nicht an der Debatte beteiligen, sondern möchte Ihnen lediglich mitteilen, dass an Bord der Brandenburg keinerlei Auffälligkeiten oder Beanstandungen mit Bezug auf das Dritte Reich festgestellt wurden.

 

Dieses Mal ohne Fotos, aber dennoch mit den besten Grüßen

 

Ihr

Christian Scherrer

Fregattenkapitän

Kommandant Fregatte Brandenburg

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