Herzlich Willkommen beim Freundeskreis der Fregatte Brandenburg

Am 14. Oktober des Jahres 1994 erfolgte nach der Schiffstaufe von Ingrid Stolpe, der Ehefrau des Ministerpräsidenten Brandenburg Manfred Stolpe, die Indienststellung der F215.  Die Fregatte Brandenburg war das erste Schiff der Deutschen Marine, welches nach der Wiedervereinigung auf den Namen eines der neuen Bundesländer getauft wurde.

Brandenburg und insbesondere der Freundeskreis der nach unserem schönen Bundesland benannten Fregatte sieht sich in der ehrenvollen Pflicht, diese Privileg und diese Patenschaft aktiv mit Leben zu erfüllen und stets gute Beziehungen zwischen den Soldaten der F215 und den Märkern herzustellen und zu pflegen.

Wir freuen uns auch über Ihre geschätzte Unterstützung.

 

Grußworte des Kommandanten zum Jahreswechsel

20191212 Rundbrief 2HJ 2019
Liebe Freunde und Förderer der Fregatte BRANDENBURG,

das Jahr 2019 liegt fast komplett hinter uns und es war ein sehr bewegtes Jahr – mit viel zu wenig Seefahrt! Das nun bevorstehende Weihnachtsfest und den Jahres wechsel nehme ich zum Anlass, Ihnen und Euch wieder einen Brief mit einem Rück blick zu schreiben.

In meinem letzten Brief hatte ich von einer „Zwangspause“ berichtet, die wir aufgrund zweier technischer Defekte einlegen mussten. So richtig Pause war es für die Besat zung aber dennoch nicht. Die Fähigkeitsanpassung, also die Modernisierung unse res Computersystems in der Operationszentrale lief weiter. Zur Abnahme dieser mo dernisierten Anlagen mussten auch Seefahrten durchgeführt werden, um den Nach weis zu erbringen, dass auch alles so funktioniert, wie es funktionieren soll.

Da auch unsere Kombüse von den technischen Defekten betroffen war, war Kreati vität bei der Zubereitung der Mahlzeiten während der Seefahrten gefragt: mit einem immensen Aufwand und großem Engagement zauberten unsere (wenigen) Smuts in der Bäckerei, der NotKombüse und der PUOPantry leckeres Essen für uns und wir waren uns einig, dass keine Qualitätsunterschiede festzustellen waren. Mittlerweile ist die Kombüse instandgesetzt und auch wieder hygienisch abgenommen, sodass bei der nächsten Seefahrt im Januar wieder „ganz normal“ gekocht werden kann.

Über die Sommermonate hatte die Besatzung die Möglichkeit, Urlaub zu nehmen, allerdings musste immer eine grö ßere Anzahl von Besat zungsmitgliedern auf dem Schiff bleiben, um die Ar beiten an Bord zu über wachen und zu begleiten. Ein richtiger Urlaubszeit raum, an dem das Schiff quasi abgeschlossen wird und sich die Besatzung am Stück erholen kann, war uns leider auch in die sem Jahr nicht vergönnt.

Zumal das zweite Halbjahr auch ganz im Zeichen der Ausbildung stand: diverse Lehr gänge und Weiterbildungen, eine intensive Ausbildung im Handwaffenschießen, so wie Besatzungsausbildung im Bereich der Schadensabwehr wurden durchgeführt und sorgten dafür, dass eigentlich nie die gesamte Besatzung an Bord und zudem ein hohes Arbeitspensum zu absolvieren war. Wer noch die Flotte von „früher“ kennt, wird nun sicherlich dem Reflex erliegen zu sagen, dass dies früher auch so gewesen sei. Dem muss ich jedoch entgegnen, dass sich spätestens seit Einführung der Soldatenarbeitszeitverordnung (SAZV) die Rah menbedingungen deutlich verändert haben: die Tatsache, dass „Mehrarbeit“ grundsätz lich durch Freistellung abgegolten werden muss führt dazu, dass sich – häufig die Er fahrungsträger, welche viel Wache gehen – in der sogenannten Freistellung befinden und dann für die Ausbildung nicht zur Verfü gung stehen. Der Aufwand, dies zu koordi nieren und zugleich eine Überlastung und das Anhäufen von Unmengen an Überstun den zu vermeiden ist schwierig, zeitintensiv und gelingt leider nicht bei jedem Besat zungsmitglied. Die Zeiten haben sich deut lich geändert!

Neben vielen Besuchergruppen und Praktikanten hatten wir im Sommer auch wieder eine Abordnung des Trebbiner Kinder und Jugendheims bei uns zu Besuch. Mit ei nem abwechslungsreichen Programm, welches durch Besatzungsmitglieder organi siert und begleitet wurde, konnten wir den Kindern und Jugendlichen einen Einblick in unser Schiff, unsere Arbeit und unsere Garnisonsstadt und deren Besonderheiten geben.

Im September konnte wieder eine Abordnung der Fregatte ins Patenland reisen und wir hatten ein sehr abwechslungsreiches und eindrucksvolles Programm mit Hand werk (Bierbrauen bei pro agro), Kultur (Besuch der FontaneAusstellung), Sport (In doorKlettern in der alten Ölmühle in Wittenberge), Seefahrt mit der WSP1 auf den Potsdamer Seen und dem Besuch der Polizeihochschule.

Ende Oktober war dann am Reformationstag das große Ereignis, die Feier zum 25. Dienstjubiläum unseres Roten Adlers und zugleich die Feier zu 25 Jahre Patenschaft des Landes Brandenburg mit der Fregatte. Im GorchFockHaus in Wilhelmshaven konnten viele Angehörige und Freunde unserer Besatzungsmitglieder, zahlreiche Ehemalige, darunter auch viele der ehemaligen Kommandanten sowie eine große Abordnung des Patenlandes aus den unterschiedlichsten Bereichen begrüßt werden. Als Vertreter des neu gewählten Landtages nahm die Landtagspräsidentin, Frau Dr. Liedtke und als Vertreter der zu diesem Zeitpunkt noch amtierenden Regierung der Innenminister, Herr Schröter, teil, um nur einige der vielen Gäste zu erwähnen.

Die Langen Kerls bildeten eindrucksvoll das Spalier und den Auftakt zur Feier und die Combo des Landespolizeiorchesters sorgte für Musik und gute Stimmung. Bevor die Gäste das Büfett genießen konnten, wurden – stellvertretend für die gesamte Besatzung – den Vertrauenspersonen und den Messepräsidenten die „Geburtstags geschenke“ des Patenlandes überreicht: Jeder aktuelle Besatzungsangehörige er hielt vom Land Brandenburg einen Kapuzenpullover in einer exklusiven 25Jahre BrandenburgEdition.

Die Landkreise und kreisfreien Städte hat ten mit tatkräftiger Un terstützung der Orts vereinigung Ebers walde des Techni schen Hilfswerkes ein „EPA Typ Branden burg“ (EPA = Ein mannpackung) zu sammengestellt, dass aus den Kreisen und Städten unseres Patenlandes allerlei Köstliches und Praktisches enthielt. Vom Innenminister erhielten die Messen jeweils eine Spardose in Form einer Fregatte, die liebevoll durch die Werkstätten der Nordbahn gGmbH hergestellt worden waren. Und letztlich hat die Sparkasse Barnim zusammen mit der Wirtschaftsvereinigung „proBrandenburg“ je dem Besatzungsangehörigen der aktuellen Besatzung einen Coin spendiert, auch dieser in einer sehr schönen Sonderausfertigung für das DoppelJubiläum. 

Es war ein „rauschendes Fest“ und es wurde bis spät in die Nacht gefeiert. Unser mit Hilfe von pro agro und der Braumanufaktur Potsdam gebrautes Bier und der köstliche Nachtisch vom GenussBotschafter René Klinkmüller waren die kulinarischen Grüße aus dem Patenland. Dank der Unterstützung von anderen Einheiten war es vielen Gästen möglich, bei uns an Bord zu übernachten. Am nächsten Morgen stand noch eine ausgiebige Schiffsführung auf dem Programm, bevor es für die Gäste zurück in die Heimat ging.

Wenige Tage nach den Feierlichkeiten dockte unser Roter Adler in das Schwimm dock des Marinearsenals Wilhelmshaven ein und bekam somit quasi „trockene Füße“. Dies war nötig, um die erforderlichen Instandsetzungsarbeiten am Unterwas serschiff durchzuführen. So sehr wir uns freuten, nun doch deutlich früher als geplant ins Dock zu kommen, erhielt unsere Freude wenige Tage später einen herben Dämp fer: Aus ungeklärter Ursache kam es am 14. November zu einem Brand in einem Ersatzteillager an Bord und der Brand hat – obwohl er sehr schnell gelöscht werden konnte – durch den Brandrauch und die Hitzeentwicklung großen Schaden in der entsprechenden Abteilung verursacht. Schon wieder ein Rückschlag für das Voran kommen!

Aber die mittlerweile sehr frustrationstolerante Besatzung ließ sich davon nicht ent mutigen! Trotz des Schadens und dessen beginnender Instandsetzung wurden die Vorbereitungen für die Seeklarbesichtigung Teil Hafen erfolgreich abgeschlossen. Dies ist eine Überprüfung durch die vorgesetzten Dienststellen, ob das Schiff alle administrativen und organisatorischen Voraussetzungen für eine sichere Teilnahme am Seeverkehr besitzt. Unser neuer Geschwaderkommandeur, Fregattenkapitän Christian Scherrer, konnte mit sichtlicher Freude der Besatzung am 21. November mitteilen, dass sie die Seeklarbesichtigung Teil Hafen ohne Probleme bestanden hat – endlich war wieder ein wichtiger Meilenstein in Richtung Einsatzfähigkeit geschafft.

Der letzte Besuch im Patenland für dieses Jahr musste auf ein Wochenende verschoben werden, da auch nach der Seeklarbesichtigung Teil Hafen weiter ausgebildet und vorbereitet werden musste, denn in der zweiten Dezemberwoche stand die sehr fordernde ABCAbwehrfähigkeitsüberprüfung auf dem Plan. Im Patenland konnten wir mit einer kleinen Abordnung die Brauereimanufaktur besuchen und verbrachten einen sehr schönen Tag mit „unseren“ Kindern und Jugendlichen in Trebbin. Neben anderen Aktivitäten und vielen guten Gesprächen wurden beim Plätzchenbacken wahre Kunstwerke kreiert – auch Plätzchen in Fregattenform. Nicht zuletzt durften wir uns beim Werderaner Tannenhof noch einen Weihnachtsbaum abholen, der – ganz traditions gemäß – mittlerweile gut geschmückt seinen Platz auf dem Flugdeck eingenommen hat.

Auch die Hürde der ABCAbwehrfähigkeitsüberprüfung konnten wir schließlich noch mit Bravour nehmen und so geht dieses Jahr – welches so ganz anders abgelaufen ist, als wir es ursprünglich geplant hatten – nun seinem Ende zu. Der Besatzung wurde viel Langmut und Flexibilität abverlangt und ich bin sehr froh darüber, dass sie trotz der vielen Rückschläge, der wenigen Seefahrt und der ständigen Planänderun gen weder die Freude am Dienst noch die Leistungsbereitschaft verloren hat. Ein tolles Team – ich bin stolz, ihr Kommandant sein zu dürfen!

Bis auf wenige Wachgänger über die Feiertage hat die Besatzung nun die Möglich keit, etwas Ruhe zu finden und Kraft für das neue Jahr zu schöpfen. In 2020 haben wir sehr viel Seefahrt und Ausbildung sowie einen langen Einsatz vor uns, was uns viel abverlangen wird. Packen wir‘s an!

Ich wünsche Ihnen und Euch allen eine besinnliche Adventszeit, ein gesegnetes Weihnachtsfest und die besten Wünsche für ein glückliches neues Jahr 2020.

Hackstein
Fregattenkapitän 

Freundeskreis trifft Freundeskreis

Am Freitag, den 09. August trafen sich Mitglieder des Freundeskreises der Fregatte Brandenburg anlässlich der Hanse-Sail in Warnemünde auf der F218 Mecklenburg-Vorpommern. In einem lockeren Gespräch fand ein Erfahrungsaustausch zur Arbeit der Freundeskreise und der Zusammenarbeit mit der Reunion statt.

Wir wünschen der F218 allzeit Gute Fahrt. 

f218

Neuigkeiten vom Kommandanten der F215

Der Kommandant unserer “Brandenburg” Fregattenkapitän Jan Hackstein war so freundlich, dem Freundeskreis der F215 ein kleines “News-Update” zu schreiben. WIr bedanken uns dafür und möchten dies auch mit Ihnen teilen:

Wo sind wir und was ist alles inzwischen passiert?

Nach der Familienfahrt begann die Vorbereitung auf das Werftvorhaben, und nach ersten Vorbereitungen und der notwendigen Munitionsabgabe hat das Schiff in das Marinearsenal Wilhelmshaven verlegt. Dort hat die Besatzung das Schiff leergeräumt; alle persönlichen Gegenstände, dienstlichen Ausrüstungsgegenstände, Ersatzteile etc. pp. haben das Schiff verlassen und fast alles wurde in Containern für die Dauer des Werftaufenthaltes weggestaut. Teile unserer Ausrüstung wurden zu Überprüfungen und Instandsetzungen abgegeben. Die Besatzung hat das Schiff verlassen und große Teile davon haben ihre Büros im Gebäude 65 im Marinestützpunkt Wilhelmshaven eingerichtet. Unser “Steinschiff” wird unser Abstützpunkt hier in Wilhelmshaven für die kommenden Wochen und Monate sein.

Zeitgleich zum Ausräumen / Auszug des Schiffes wurden alle Waffen und Sensoren abgebaut und zur Überprüfung, Kalibrierung und ggf. Instandsetzung an die Werkstätten des Marinearsenals abgegeben. 

Am 25. Juni hieß es dann wieder “alle Leinen los und ein” und die BRANDENBURG verlegte mit einer Rumpfbesatzung aus dem Marinearsenal über die Seeschleuse in Wilhelmshaven über die Jade in die Nordsee. Die etwas kabbelige See verhinderte, dass wir die Zeit in See noch für Ausbildung nutzen konnten, denn das leere Schiff tanzte wie ein Korken auf der See. Die Nacht zum Dienstag verbrachten wir vor Anker und verlegten am Dienstag, den 26. Juni in die Weser nach Berne. Eigentlich sollten wir an diesem Tag am Nachmittag in das Schwimmdock der dortigen Lürssen-Werft, einem ehemaligen Marinedock des inzwischen geschlossenen Marinearsenal Kiel, eindocken. Allerdings gab es technische Probleme mit dem Dock (es konnte nicht weit genug abgesenkt werden, sodass wir nicht in das Dock einschwimmen konnten), sodass der Dockvorgang abgebrochen wurde und wir zu einem weiteren Werftteil von Lürssen nach Lemwerder in der Nähe von Bremen verlegen mussten. Die Werft hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, noch in der Nacht ein Peilboot über die sogenannte Dockgrube (die Stelle, wo das Dock abgesenkt wird) fahren lassen und bereits am nächsten Morgen einen Saugbagger die nötige Wassertiefe herstellen lassen. Jede Menge eingespülte Sedimente hatten verhindert, dass das Schwimmdock weit genug eintauchen konnte. Zwei Tage später fand bei strahlendem Sonnenschein der nächste Versuch statt und er klappte vorbildlich. Das Schiff saß nach dem Aufschwimmen des Docks auf den Pallungen.

Anfang Juli war die erste Statusbesprechung, eine vierzehntägige Besprechung über den Fortschritt des Werftaufenthaltes. Ende Oktober sollen wir wieder ausdocken. 

Diejenigen Kameradinnen und Kameraden, die nicht gerade am Schiff sind, haben nun die Gelegenheit, Urlaub und Überstunden abzubauen und Lehrgänge zu besuchen. Aber auch unser Personal in Berne wird durchrotieren, so dass wir trotz aller Betriebsamkeit in der Werft eine Chance zur Erholung und teilweise zur Weiterbildung haben. Wir haben einen neuen Operationsdienstoffizier bekommen, eine neue Schiffsärztin und zwei neue Offiziere, die als zweiter Navigationsoffizier und U-Jagd-Offizier ihren Dienst versehen werden.

Herzliche Grüße aus Wilhelmshaven,

Jan Hackstein
Fregattenkapitän

Familienfahrt der F215

Am 05.05. gegen 9:30 Uhr lief die „Brandenburg“ zur traditionellen Familienfahrt in Richtung Nordsee aus. Zusammen mit einem SAR-Schiff führte die Fregatte eine Seenot-Rettungs-Übung durch. Erstaunlich ist die hohe Wendigkeit der F215 – die Jugendfeuerwehr der Stadt Ludwigsfelde, die auf Einladung des ehemaligen Kommandanten FKpt. Scherrer seit Freitag an Bord weilte und das Schiff für sich „eingenommen“ hatte – stand dabei staunend an der Reeling. Im Anschluss daran lief das Schiff auf die offene Nordsee in Richtung Helgoland ins Schießgebiet. Auf dem Weg dahin führte ein Helikopter der Bundespolizei eine Landeübung durch. Im Schießgebiet angekommen demonstrierte die F215 die Feuerkraft ihrer beiden MLG-Bordgeschütze.

Im Anschluss daran verlegte die Fregatte wieder zurück, während ein Sea King der Bundesmarine unterwegs eine Abseilübung vorführte. Bei anregenden Gesprächen lief die F215 in den Heimathafen ein und zusammen mit einem Einlaufbier und leckerem Grillgut klang der Abend in gemütlicher Runde aus.

Das Familien-Betreuungszentrum, was mit einem Stand an Bord der Fregatte anwesend war, präsentierte ihre ehrenamtliche Arbeit insbesondere in der Betreuung der zu Hause gebliebene Familienangehörigen von Soldaten im Einsatz.

Der Freundeskreis und die Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Ludwigsfelde bedankt sich für zwei sehr schöne und interessante Tage.

Vielen Dank an Maximilan Böhmer für die schönen Fotos.

 

 

 

Freundeskreis der Fregatte Brandenburg begrüßt die F215 zurück in Wilhelmshaven.

Am Freitag, den 08.09. kehrte der Rote Adler zu seinem Marinestützpunkt in die Heimat zurück. Ein guter Grund für den Freundeskreis – darunter auch einige Landtagsabgeordnete – nach Wilhelmshaven zu fahren und die Kameraden persönlich zu begrüßen.

In den vergangenen sechs Monaten unterstützte die Brandenburg die NATO bei der Kontrolle des Seegebietes zwischen den östlichen griechischen Inseln und der türkischen Westküste. Seit Februar 2016 trägt die NATO zur Erstellung eines Lagebildes für die griechische und türkische  Küstenwache sowie die europäische Grenzschutz-Agentur FRONTEX in der Ägäis bei. Ziel war es, den Informationsaustausch zu verbessern und damit die zuständigen nationalen Behörden gegen Schlepperkriminalität zu unterstützen.

Wir vom Freundeskreis nutzen die Gelegenheit, zu einem umfangreichen Informationsaustausch mit dem Kommandanten Fregattenkapitän Scherrer und der Besatzung.

Wir wünschen den Kameraden eine erholsame Zeit mit ihren Familien nach diesem sicherlich forderndem Einsatz und wünschen ihnen viel Erfolg für die nun anstehenden Verwendungen.

Wir freuen uns auf das nächste Zusammentreffen spätestens im Januar.

 

Heimatbrief Nr. 8

Liebe Familienangehörige und Freunde der Fregatte Brandenburg,

es ist vollbracht! Der Einsatz der Fregatte Brandenburg im Rahmen des Ständigen NATO Einsatz- verbandes in Unterstützung der NATO Aktivität in der Ägäis ist beendet. Wir haben die Aufgabe als Führungsschiff für die Aktivität an die Fregatte Lübeck abgegeben!

Pünktlich um 10:00 Uhr Ortszeit hieß es heute „Alle Leinen los und ein!“ und nur wenige Minuten später ging das Schiff auf Heimatkurs Richtung Westen.

Vor uns liegen nun noch acht Tage Transit bevor wir uns alle am 8. September um 10:00 Uhr in Wilhelmshaven wiedersehen.

Während des Aufenthalts in Salamis konnten wir den Deutschen Botschafter in Griechenland an Bord begrüßen und ihn in unsere Einsatzaufgabe einweisen. Unsere letzte Patrouillenfahrt nach Auslaufen aus Salamis führte uns nochmal in das Gebiet um die Inseln Lesbos und Chios.

Ein nautischer Höhepunkt war die Navigationsbelehrungsfahrt durch das Inselarchipel der Santo- rin-Inselgruppe. Bei bestem Wetter sind wir in den Krater dieses Unterwasservulkans eingefahren und haben ihn zwei Mal umrundet. Santorin ist eines der beliebtesten Ziele Griechenlands. Hier lie- gen auch regelmäßig zahlreiche Kreuzfahrtschiffe vor Anker und genießen den Ausblick auf die berühmten weißen Häuser mit ihren blauen Dächern und Türen. Entlang der hohe Steilküsten bot sich der Besatzung ein beeindruckender Anblick. Fast die gesamte Inselfläche ist von massiven Bimsstein- und Lavaschichten bedeckt. Vielerorts bildet ein breiter schwarzer Lavastrand den Übergang zum Meer. An anderen Stellen reicht die Bimsdecke bis ans Meer und bildet dann bis zu 350 Meter hohe Steilküsten. Die Wassertiefe im Inneren des noch immer aktiven Kraters beträgt an einigen Stellen bis zu 400 Meter.

Nachdem wir den Nachmittag vor Santorin vor Anker verbracht hatten, ging es dann zum Abend hin zum dritten Mal auf den Weg nach Souda auf Kreta. Am 27.08. sind wir dann in Souda einge- laufen und haben zunächst eine Kraftstoffübernahme durchgeführt – schließlich müssen die Tanks für den Heimweg gut gefüllt sein.

Am folgenden Tag standen viele Besatzungsangehörige angespannt und aufgeregt an Oberdeck und suchten am Horizont nach ersten Anzeichen der Fregatte Lübeck. Gegen Mittag schließlich kam die erlösende Meldung „Fregatte Lübeck optisch“ und kurze Zeit später hat unsere Ablösung zu griechischen Klängen, die wir zur Begrüßung über die Schiffslautsprecheranlage abgespielt ha- ben, neben uns festgemacht. Die Freude über die Ankunft unserer Kameraden war im gesamten Schiff zu spüren.

Nun galt es viel einsatzrelevantes Material von der Brandenburg auf die Lübeck zu verladen und unsere Erfahrungen im Rahmen von Einweisungen und Übergabebesprechungen weiterzugeben.

Die Materialübergabe dauerte bis in den Abend hinein. Dennoch war die Motivation der Besatzung sehr hoch und alle haben an- gepackt.

Parallel wurde auch Verpflegung für den Heimtransit übernommen.

Am 29. August war das Umladen des Materials und der Umzug des Stabes dann abgeschlossen und die Besatzungen der beiden Schiffe fanden sich am Abend zur offiziellen Übergabezeremonie auf unserem Flugdeck ein. Der Kontingentführer hat die Übergabe der Aufgabe als Führungsschiff der NATO Aktivität von der Fregatte Brandenburg an die Fregatte Lübeck befohlen und ich habe die Aufgabe an den Kommandanten der Lübeck übergeben. Als optisch sichtbares Zeichen wurde die NATO Flagge und die Flagge des Verbandsführers in unserem Mast nieder genommen und auf der Lübeck gesetzt. Außerdem konnte der Pokal als „Bestes Flaggschiff“, den wir am 1. April von der Sachsen übernommen hatten, an die Lübeck weitergereicht werden. Zum Ausklang des Abends hatte das Kombüsenteam der Brandenburg für beide Besatzungen gezaubert und eine Sandwich-Station im besten „Subway“ Stil vorbereitet. Bei guten Gesprächen, leckerem Essen und einem Kaltgetränk konnten nochmals Erfahrungen weitergegeben, alte Freundschaften aufge- frischt und neue Freundschaften geschlossen werden.

Pünktlich um 10:00 Uhr haben wir am 30. August, nach 151 Tagen im Einsatzgebiet, den Heimweg angetreten. Im Gepäck nimmt jeder von uns zahlreiche Erinnerungen und Erlebnisse mit. Aber am meisten spürt man jetzt natürlich die Vorfreude auf die Heimkehr.

Am 8. September werden wir wieder zu Hause sein, bis dahin heißt es noch ein wenig durchzuhal- ten. Aber das Ende der Abwesenheit ist in Sicht!

Da wir uns jetzt nicht mehr in unmittelbarer Landnähe aufhalten haben wir auch keine Handy-Netz Abdeckung mehr. Wundern Sie sich also bitte nicht, wenn Sie uns jetzt erst mal ein paar Tage nicht über WhatsApp oder ähnliches erreichen können.
Allen Vesseltrackern sei gesagt, wir senden auf AIS wieder mit unserem Schiffsnamen.

Ich hoffe, ich konnte Sie mit diesen Heimatinformationen ein wenig an unseren Erlebnissen teilha- ben lassen auch wenn ich natürlich über die direkten einsatzbezogenen und operativen Belange nicht so berichten konnte, wie ich es gerne getan hätte.

Wir sehen uns bald in Wilhelmshaven, Ihr

Christian Scherrer

Fregattenkapitän


Die gesamte Heimatinfo mit Bildern als PDF zum Download

Heimatbrief Nr. 7

Liebe Familienangehörige und Freunde der Fregatte Brandenburg,

 

nun sind es nur noch wenige Tage bis zum Ende unsres Einsatzes in der Ägäis und dann machen wir uns mit „Heimatumdrehungen“ auf den Transit nach Wilhelmshaven. Das ist auch gut so.
Man merkt schon im Schiff, dass die „Luft etwas raus ist“ und sich nun alle auf zu Hause freuen.

Heute sind wir aber zunächst einmal wohlbehalten in dem griechischen Marinestützpunkt Salamis bei Piräus eingelaufen. Hier erwartet uns eine letzte große Material- und Lebensmittellieferung und einige Techniker aus Deutschland. Es wird also auch hier genug zu tun geben.
Nach dem Aufenthalt hier machen wir uns dann auf den Weg zum letzten Hafen auf dieser Tour. Dort werden wir dann die Übergabe an unsere Nachfolger durchführen.

Nachdem unser erster Hafenaufenthalt in Thessaloniki ja etwas kürzer war, haben wir uns dieses Mal vier Tage Zeit zur Erkundung dieser schönen Hafenstadt genommen. Offensichtlich gab es in Thessaloniki zahlreiche gute und günstige Einkaufmöglichkeiten, denn die Anzahl der Einkaufsta- schen und Pakete, die die Frauen und Männer an Bord geschleppt haben, war schon auffällig groß. Aber auch kulinarisch gab es in unmittelbarer Hafennähe zahlreiche gute Restaurants und Bars.

Wieder auf See, galt es neben dem Überwachungsauftrag mal wieder etwas Besonderes zur För- derung des Zusammenhalts der Besatzung zu veranstalten. Die Idee zur Durchführung der „Red Eagle Summer-Games“ kam aus der Besatzung und wir haben sie umgesetzt.

Bei bestem Wetter haben sich zahlreiche Teams im Sportlichen-, Wissens- und Geschicklichkeitswettkampf gemessen. Dazu galt es mehrere Disziplinen zu absolvieren. Vom Wettrudern, über einen Geschicklichkeits-Parcours bis hin zum Unter-Wasser-Knoten-Lösen in unserem Taucher-Übungsbecken. Ebenfalls ausgezeichnet wurde der Ideenreichtum bei der Auswahl der besten Teambekleidung. Insgesamt ein richtig toller Tag mit viel guter Laune bei Sportlern und Zuschauern.

 

Dieses Mal mit mehr Bildern als Text (IM PDF), aber ich erinnere gerne nochmal an die Hompage der Deutschen Marine. Auch dort werden regelmäßig Geschichten und Erlebnisse von der Brandenburg eingestellt.

Bis zum nächsten Mal, Ihr

Christian Scherrer

Fregattenkapitän

 

Heimatinfo Nr. 7 als PDF mit allen Bildern

Heimatbrief Nr. 6

In See, 19.07.2017

 

Liebe Familienangehörige und Freunde der Fregatte Brandenburg,

 

es ist nun schon eine ganze Weile her, dass ich mich das letzte Mal bei Ihnen gemeldet habe. Daher ist es nun deutlich an der Zeit, Sie über die letzten Wochen zu informieren.

Nach einem interessanten Hafenaufenthalt in Izmir sind wir am 12. Juni zu einem 15-tägigen See- törn ausgelaufen. Wie ich schon kurz berichtete, haben wir von dem Erdbeben am Auslauftag nichts mitbekommen.
Die täglichen Abläufe in unserem Einsatzgebiet hatten uns dann auch sehr schnell wieder eingeholt. Operativ haben wir in der Zwischenzeit eine gewisse Routine entwickelt, die Verfahrensabläufe bei entsprechenden Vorfällen und Beobachtungen sind eingespielt und die erforderlichen Fernmeldeverbindungen zu den jeweiligen Küstenwachen der Türkei und Griechenland sowie zu FRONTEX sind etabliert. Die Anwesenheit der entsprechenden Verbindungsoffiziere bei uns an Bord hat sich bewährt.

Ende Juni sind wir dann in Souda Bay auf Kreta eingelaufen. Sie erinnern sich, hier haben wir am 1. April unsere Aufgabe als Flaggschiff des Ständigen NATO Einsatzverbandes übernommen. Nun sollten wir diese Aufgabe an das neue Führungsschiff, den britischen Zerstörer HMS Duncan übergeben.

Zunächst wurde der Besatzung aber am Einlauftag bereits die „Einsatzmedaille der Bundeswehr für die Teilnahme am Auslandseinsatz im Rahmen der NATO Aktivität zur Unterstützung bei der Bewältigung der Flüchtlings- und Migrationskrise in der Ägäis“ verliehen, die nun jeder Ausgezeichnete an seiner Uniform als sichtbares Zeichen der Einsatzteilnahme tragen darf.

Wie bei jedem Hafenaufenthalt musste, trotz tropischer Temperaturen, zunächst Proviant und Material an Bord. Eine sehr schweißtreibende Angelegenheit, galt es doch 25 Tonnen Verpflegung und Ersatzteile an Bord zu nehmen.

Am 29. Juni fand die nationale Kommandoübergabe statt. Flottillenadmiral Deertz hat seine Aufgabe als Kontingentführer des 3. Deutschen Einsatzkontingents NATO-Unterstützung Ägäis an sei- nen Nachfolger, Kapitän zur See Brach übergeben. Der Stellvertreter Befehlshaber Einsatzführungskommando, Generalmajor Poschwatta hat die Übergabe durchgeführt. Für die Besatzung bedeutete dies, erstmalig die weiße Uniform aus den Spinden holen. Bei Temperaturen um 35° zwar nicht angenehm aber dem Anlass angemessen.

Einen Tag später hat Admiral Deertz dann unter Anwesenheit des Kommandeurs NATO Maritime Command die Führung über den NATO Verband an einen britischen Admiral übergeben und die Flagge als Führungsschiff über den Verband ging auf der Brandenburg nieder. Wieder „in weiß“ und wieder sehr heiß!!

Mit der Beendigung der Aufgabe als Flaggschiff hat uns auch der internationale Stab verlassen. Aktuell sind noch die Verbindungsoffiziere zur türkischen und griechischen Küstenwache sowie zu FRONTEX an Bord. Somit ist uns ein wenig Internationalität geblieben.

Während der Hafenliegezeit auf Kreta konnten wir die Bedeutung dieser Insel für die NATO Marinen direkt erleben. In dem Marinestützpunkt herrschte ein reges Ein- und Auslaufen von Schiffen unterschiedlichster Nationen.

Mit unserem neuen Kontingentführer an Bord ging es dann am 8. Juli wieder Richtung Einsatzge- biet und somit auch wieder zurück in die bekannte Seeraumüberwachungsroutine. Ein wenig Abwechslung in diese Routine brachte uns am 12./13. Juli ein Luftziel-/Seezielschießen mit unserem 76mm Geschütz und den 27mm Marine-Leichtgeschützen.

Neben unserer Einsatzaufgabe verwenden wir auch weiterhin viel Zeit für Ausbildung in allen Be- reichen. Etwas Besonderes ist dabei immer die Schießausbildung. Schließlich schießen wir nicht auf einer Schießanlage an Land sondern auf dem (zugegebenermaßen nur wenig aber immerhin) sich bewegenden Flugdeck. Und als Ziele nutzen wir keine Klappscheiben sondern auch mal Luftballons.

Die Tage auf See sind gefühlt besonders lang und daher ist Abwechslung und auch Ablenkung vom täglichen Einerlei der Seeroutine besonders wichtig. Dazu machen sehr viele Besatzungsangehörige nach wie vor regen Gebrauch von dem Sportangebot.

Sie erinnern sich an das Abnehm- und Fitnessprojekt „I make you Brandenburg“? Ich hatte in einer früheren Heimatinfo darüber berichtet.

Mit dem Einlaufen in Souda wurde der erste Teil dieses „Wettkampfes“ abgeschlossen. Über drei Monate fanden sich zahlreiche Kameraden einmal wöchentlich zum „Kontrollwiegen“ bei unserem Schiffsarzt ein. Während der Woche floss dann abends regelmäßig der Schweiß beim Sport auf dem Flugdeck. Das Gesamtergebnis ist sehr beeindruckend. Insgesamt haben die Teilnehmer 165kg Gewicht verloren und der Sieger kann stolz sein auf einen Gewichtsverlust von 18kg. Eine unglaubliche Leistung, die mit einem Pokal und viel Applaus im Rahmen einer Besatzungsmusterung gewürdigt wurde.

Für diejenigen, die Sport lieber an der Spielekonsole betreiben wurde auch ein Playstation Fußballturnier durchgeführt. Nach sportlich fairem Wettkampf gab es zum Glück keine Verletzten, aber für „Sportler“ und Zuschauer jede Menge Spaß.

Wie Sie also sehen, erfüllen wir unseren Einsatzauftrag, betreiben interne Ausbildung und halten uns sportlich fit! Dies wird auch an anderer Stelle wahrgenommen. So erreichte uns in Souda ein Brief des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, Dr. Dietmar Woidke. Er sendet uns viele Grüße aus unserem Patenland und dankt uns für den „hervorragenden Dienst“ den wir leisten. Sehen Sie es mir nach, aber gerade in diesen Zeiten tut ein wenig Anerkennung von politischer Seite einfach gut!

Mittlerweile haben wir die Hälfte unseres Einsatzes hinter uns gebracht und wir werden eine kleine Besatzungsfeier anlässlich des sogenannten „Bergfestes“ (zur Halbzeit des Einsatzes) während des nächsten Hafenaufenthalts nachholen. Dann geht es auf die Zielgerade….

Ich möchte an dieser Stelle auch Werbung machen für das Sommerfest des Familienbetreuungszentrums Wilhelmshaven. Dieses findet am 20.08.2017 in der Zeit von 11:00 bis 16:00 Uhr am Grillplatz im Marinestützpunkt Heppenser-Groden, Alfred-Eckhard-Str. 1, 26384 Wilhelmshaven statt.

Wenn Sie vor Ort sind, melden Sie sich doch einfach bis zum 04.08. telefonisch unter 04421-68 5511 oder per E-Mail an FBZWilhelmshaven@bundeswehr.org an.

Und folgen Sie uns auch auf der Homepage der Deutschen Marine. Auch dort werden regelmäßig Geschichten und Erlebnisse von der Brandenburg eingestellt.

Bis zum nächsten Mal, Ihr

Christian Scherrer
Fregattenkapitän

Der ganze Heimatbrief mit Bildern:
Heimatinfo_6

Heimatbrief Nr. 5

Sehr geehrte Angehörige und Freunde der Besatzung der Fregatte Brandenburg!

 

Nach 10 Tagen auf See sind wir heute in Izmir in der Türkei eingelaufen. Wir haben das türkisblaue Wasser der Ägäis gegen das trübe Wasser des Hafens getauscht. Dennoch freut sich die Besatzung auf unseren ersten Aufenthalt in der Türkei. Das Wochenendwetter verspricht jedenfalls sehr heiß und sonnig zu werden.

Die politischen Streitigkeiten der letzten Wochen um die Frage der Stationierung deutscher Luftwaffentornados in Incirlik haben  aktuell auf unseren Aufenthalt keine spürbaren Auswirkungen. Die Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden verläuft bisher problemlos. Also, derzeit kein Grund zur Sorge oder Beunruhigung.

Die hinter uns liegende Seefahrt hat uns schnell wieder in der Einsatzrealität ankommen lassen – gut so, nach der langen Liegezeit im Dock in Piräus. Der Kurzaufenthalt in Thessaloniki war dann verregnet und diente ja auch vorrangig der Übernahme von Proviant und Ersatzteilen.

Kaum zurück im Einsatzgebiet war das Wetter wieder deutlich besser. Bei Temperaturen um 25° und wenig Wind haben wir unseren Beobachtungsauftrag schnell wieder aufgenommen und konnten auch neue Erkenntnisse zum Vorgehen der Schleuser sammeln und entsprechend weiter melden.

Die neben den planmäßigen Wartungsarbeiten auf See noch verbleibende Zeit versuchen wir abwechslungsreich zu nutzen. Entweder durch schiffsinterne Schadensabwehr- und Gefechtsübungen oder Unterrichte über die Region und das Einsatzgebiet.

Trotz des vollen Programms wird natürlich auch Zeit für das tägliche Pensum Sport gefunden. Letzte Woche konnten wir das Sportangebot durch Aufbau und Eröffnung unseres „Taucherübungsbeckens“ (einige würde es evtl. als Swimming-Pool bezeichnen) deutlich erweitern

Während unseres Aufenthalts hier in Izmir haben wir Besuch von dem stellvertretenden Beauftragten des Generalinspekteurs für Ausbildung und Erziehung. Ein Routinebesuch, der bei allen Einsatzkontingenten der Bundeswehr durchgeführt wird. Durch Gespräche mit der Kontingent- und Schiffsführung aber auch mit Vertretern der Besatzung wird ein Stimmungsbild eingefangen und dann an den Generalinspekteur weitergegeben um ggf. Anpassungen in der Ausbildung einzuleiten.

Während unseres Aufenthalts hier in Izmir haben wir Besuch von dem stellvertretenden Beauftragten des Generalinspekteurs für Ausbildung und Erziehung. Ein Routinebesuch, der bei allen Einsatzkontingenten der Bundeswehr durchgeführt wird. Durch Gespräche mit der Kontingent- und Schiffsführung aber auch mit Vertretern der Besatzung wird ein Stimmungsbild eingefangen und dann an den Generalinspekteur weitergegeben um ggf. Anpassungen in der Ausbildung einzuleiten.

Erlauben Sie mir noch eine kleine Bemerkung zum Thema „Prüfauftrag zum Umgang mit dem Traditionsverständnis in Bezug auf die Wehrmacht“. Über dieses Thema wurde in den vergangenen Wochen heftig diskutiert, auch hier an Bord. Ich werde mich hier nicht an der Debatte beteiligen, sondern möchte Ihnen lediglich mitteilen, dass an Bord der Brandenburg keinerlei Auffälligkeiten oder Beanstandungen mit Bezug auf das Dritte Reich festgestellt wurden.

 

Dieses Mal ohne Fotos, aber dennoch mit den besten Grüßen

 

Ihr

Christian Scherrer

Fregattenkapitän

Kommandant Fregatte Brandenburg