Herzlich Willkommen beim Freundeskreis der Fregatte Brandenburg

Am 14. Oktober des Jahres 1994 erfolgte nach der Schiffstaufe von Ingrid Stolpe, der Ehefrau des Ministerpräsidenten Brandenburg Manfred Stolpe, die Indienststellung der F215.  Die Fregatte Brandenburg war das erste Schiff der Deutschen Marine, welches nach der Wiedervereinigung auf den Namen eines der neuen Bundesländer getauft wurde.

Brandenburg und insbesondere der Freundeskreis der nach unserem schönen Bundesland benannten Fregatte sieht sich in der ehrenvollen Pflicht, diese Privileg und diese Patenschaft aktiv mit Leben zu erfüllen und stets gute Beziehungen zwischen den Soldaten der F125 und den Märkern herzustellen und zu pflegen.

Wir freuen uns auch über Ihre geschätzte Unterstützung.

 

Freundeskreis der Fregatte Brandenburg begrüßt die F215 zurück in Wilhelmshaven.

Am Freitag, den 08.09. kehrte der Rote Adler zu seinem Marinestützpunkt in die Heimat zurück. Ein guter Grund für den Freundeskreis – darunter auch einige Landtagsabgeordnete – nach Wilhelmshaven zu fahren und die Kameraden persönlich zu begrüßen.

In den vergangenen sechs Monaten unterstützte die Brandenburg die NATO bei der Kontrolle des Seegebietes zwischen den östlichen griechischen Inseln und der türkischen Westküste. Seit Februar 2016 trägt die NATO zur Erstellung eines Lagebildes für die griechische und türkische  Küstenwache sowie die europäische Grenzschutz-Agentur FRONTEX in der Ägäis bei. Ziel war es, den Informationsaustausch zu verbessern und damit die zuständigen nationalen Behörden gegen Schlepperkriminalität zu unterstützen.

Wir vom Freundeskreis nutzen die Gelegenheit, zu einem umfangreichen Informationsaustausch mit dem Kommandanten Fregattenkapitän Scherrer und der Besatzung.

Wir wünschen den Kameraden eine erholsame Zeit mit ihren Familien nach diesem sicherlich forderndem Einsatz und wünschen ihnen viel Erfolg für die nun anstehenden Verwendungen.

Wir freuen uns auf das nächste Zusammentreffen spätestens im Januar.

 

Heimatbrief Nr. 8

Liebe Familienangehörige und Freunde der Fregatte Brandenburg,

es ist vollbracht! Der Einsatz der Fregatte Brandenburg im Rahmen des Ständigen NATO Einsatz- verbandes in Unterstützung der NATO Aktivität in der Ägäis ist beendet. Wir haben die Aufgabe als Führungsschiff für die Aktivität an die Fregatte Lübeck abgegeben!

Pünktlich um 10:00 Uhr Ortszeit hieß es heute „Alle Leinen los und ein!“ und nur wenige Minuten später ging das Schiff auf Heimatkurs Richtung Westen.

Vor uns liegen nun noch acht Tage Transit bevor wir uns alle am 8. September um 10:00 Uhr in Wilhelmshaven wiedersehen.

Während des Aufenthalts in Salamis konnten wir den Deutschen Botschafter in Griechenland an Bord begrüßen und ihn in unsere Einsatzaufgabe einweisen. Unsere letzte Patrouillenfahrt nach Auslaufen aus Salamis führte uns nochmal in das Gebiet um die Inseln Lesbos und Chios.

Ein nautischer Höhepunkt war die Navigationsbelehrungsfahrt durch das Inselarchipel der Santo- rin-Inselgruppe. Bei bestem Wetter sind wir in den Krater dieses Unterwasservulkans eingefahren und haben ihn zwei Mal umrundet. Santorin ist eines der beliebtesten Ziele Griechenlands. Hier lie- gen auch regelmäßig zahlreiche Kreuzfahrtschiffe vor Anker und genießen den Ausblick auf die berühmten weißen Häuser mit ihren blauen Dächern und Türen. Entlang der hohe Steilküsten bot sich der Besatzung ein beeindruckender Anblick. Fast die gesamte Inselfläche ist von massiven Bimsstein- und Lavaschichten bedeckt. Vielerorts bildet ein breiter schwarzer Lavastrand den Übergang zum Meer. An anderen Stellen reicht die Bimsdecke bis ans Meer und bildet dann bis zu 350 Meter hohe Steilküsten. Die Wassertiefe im Inneren des noch immer aktiven Kraters beträgt an einigen Stellen bis zu 400 Meter.

Nachdem wir den Nachmittag vor Santorin vor Anker verbracht hatten, ging es dann zum Abend hin zum dritten Mal auf den Weg nach Souda auf Kreta. Am 27.08. sind wir dann in Souda einge- laufen und haben zunächst eine Kraftstoffübernahme durchgeführt – schließlich müssen die Tanks für den Heimweg gut gefüllt sein.

Am folgenden Tag standen viele Besatzungsangehörige angespannt und aufgeregt an Oberdeck und suchten am Horizont nach ersten Anzeichen der Fregatte Lübeck. Gegen Mittag schließlich kam die erlösende Meldung „Fregatte Lübeck optisch“ und kurze Zeit später hat unsere Ablösung zu griechischen Klängen, die wir zur Begrüßung über die Schiffslautsprecheranlage abgespielt ha- ben, neben uns festgemacht. Die Freude über die Ankunft unserer Kameraden war im gesamten Schiff zu spüren.

Nun galt es viel einsatzrelevantes Material von der Brandenburg auf die Lübeck zu verladen und unsere Erfahrungen im Rahmen von Einweisungen und Übergabebesprechungen weiterzugeben.

Die Materialübergabe dauerte bis in den Abend hinein. Dennoch war die Motivation der Besatzung sehr hoch und alle haben an- gepackt.

Parallel wurde auch Verpflegung für den Heimtransit übernommen.

Am 29. August war das Umladen des Materials und der Umzug des Stabes dann abgeschlossen und die Besatzungen der beiden Schiffe fanden sich am Abend zur offiziellen Übergabezeremonie auf unserem Flugdeck ein. Der Kontingentführer hat die Übergabe der Aufgabe als Führungsschiff der NATO Aktivität von der Fregatte Brandenburg an die Fregatte Lübeck befohlen und ich habe die Aufgabe an den Kommandanten der Lübeck übergeben. Als optisch sichtbares Zeichen wurde die NATO Flagge und die Flagge des Verbandsführers in unserem Mast nieder genommen und auf der Lübeck gesetzt. Außerdem konnte der Pokal als „Bestes Flaggschiff“, den wir am 1. April von der Sachsen übernommen hatten, an die Lübeck weitergereicht werden. Zum Ausklang des Abends hatte das Kombüsenteam der Brandenburg für beide Besatzungen gezaubert und eine Sandwich-Station im besten „Subway“ Stil vorbereitet. Bei guten Gesprächen, leckerem Essen und einem Kaltgetränk konnten nochmals Erfahrungen weitergegeben, alte Freundschaften aufge- frischt und neue Freundschaften geschlossen werden.

Pünktlich um 10:00 Uhr haben wir am 30. August, nach 151 Tagen im Einsatzgebiet, den Heimweg angetreten. Im Gepäck nimmt jeder von uns zahlreiche Erinnerungen und Erlebnisse mit. Aber am meisten spürt man jetzt natürlich die Vorfreude auf die Heimkehr.

Am 8. September werden wir wieder zu Hause sein, bis dahin heißt es noch ein wenig durchzuhal- ten. Aber das Ende der Abwesenheit ist in Sicht!

Da wir uns jetzt nicht mehr in unmittelbarer Landnähe aufhalten haben wir auch keine Handy-Netz Abdeckung mehr. Wundern Sie sich also bitte nicht, wenn Sie uns jetzt erst mal ein paar Tage nicht über WhatsApp oder ähnliches erreichen können.
Allen Vesseltrackern sei gesagt, wir senden auf AIS wieder mit unserem Schiffsnamen.

Ich hoffe, ich konnte Sie mit diesen Heimatinformationen ein wenig an unseren Erlebnissen teilha- ben lassen auch wenn ich natürlich über die direkten einsatzbezogenen und operativen Belange nicht so berichten konnte, wie ich es gerne getan hätte.

Wir sehen uns bald in Wilhelmshaven, Ihr

Christian Scherrer

Fregattenkapitän


Die gesamte Heimatinfo mit Bildern als PDF zum Download

Heimatbrief Nr. 7

Liebe Familienangehörige und Freunde der Fregatte Brandenburg,

 

nun sind es nur noch wenige Tage bis zum Ende unsres Einsatzes in der Ägäis und dann machen wir uns mit „Heimatumdrehungen“ auf den Transit nach Wilhelmshaven. Das ist auch gut so.
Man merkt schon im Schiff, dass die „Luft etwas raus ist“ und sich nun alle auf zu Hause freuen.

Heute sind wir aber zunächst einmal wohlbehalten in dem griechischen Marinestützpunkt Salamis bei Piräus eingelaufen. Hier erwartet uns eine letzte große Material- und Lebensmittellieferung und einige Techniker aus Deutschland. Es wird also auch hier genug zu tun geben.
Nach dem Aufenthalt hier machen wir uns dann auf den Weg zum letzten Hafen auf dieser Tour. Dort werden wir dann die Übergabe an unsere Nachfolger durchführen.

Nachdem unser erster Hafenaufenthalt in Thessaloniki ja etwas kürzer war, haben wir uns dieses Mal vier Tage Zeit zur Erkundung dieser schönen Hafenstadt genommen. Offensichtlich gab es in Thessaloniki zahlreiche gute und günstige Einkaufmöglichkeiten, denn die Anzahl der Einkaufsta- schen und Pakete, die die Frauen und Männer an Bord geschleppt haben, war schon auffällig groß. Aber auch kulinarisch gab es in unmittelbarer Hafennähe zahlreiche gute Restaurants und Bars.

Wieder auf See, galt es neben dem Überwachungsauftrag mal wieder etwas Besonderes zur För- derung des Zusammenhalts der Besatzung zu veranstalten. Die Idee zur Durchführung der „Red Eagle Summer-Games“ kam aus der Besatzung und wir haben sie umgesetzt.

Bei bestem Wetter haben sich zahlreiche Teams im Sportlichen-, Wissens- und Geschicklichkeitswettkampf gemessen. Dazu galt es mehrere Disziplinen zu absolvieren. Vom Wettrudern, über einen Geschicklichkeits-Parcours bis hin zum Unter-Wasser-Knoten-Lösen in unserem Taucher-Übungsbecken. Ebenfalls ausgezeichnet wurde der Ideenreichtum bei der Auswahl der besten Teambekleidung. Insgesamt ein richtig toller Tag mit viel guter Laune bei Sportlern und Zuschauern.

 

Dieses Mal mit mehr Bildern als Text (IM PDF), aber ich erinnere gerne nochmal an die Hompage der Deutschen Marine. Auch dort werden regelmäßig Geschichten und Erlebnisse von der Brandenburg eingestellt.

Bis zum nächsten Mal, Ihr

Christian Scherrer

Fregattenkapitän

 

Heimatinfo Nr. 7 als PDF mit allen Bildern

Heimatbrief Nr. 6

In See, 19.07.2017

 

Liebe Familienangehörige und Freunde der Fregatte Brandenburg,

 

es ist nun schon eine ganze Weile her, dass ich mich das letzte Mal bei Ihnen gemeldet habe. Daher ist es nun deutlich an der Zeit, Sie über die letzten Wochen zu informieren.

Nach einem interessanten Hafenaufenthalt in Izmir sind wir am 12. Juni zu einem 15-tägigen See- törn ausgelaufen. Wie ich schon kurz berichtete, haben wir von dem Erdbeben am Auslauftag nichts mitbekommen.
Die täglichen Abläufe in unserem Einsatzgebiet hatten uns dann auch sehr schnell wieder eingeholt. Operativ haben wir in der Zwischenzeit eine gewisse Routine entwickelt, die Verfahrensabläufe bei entsprechenden Vorfällen und Beobachtungen sind eingespielt und die erforderlichen Fernmeldeverbindungen zu den jeweiligen Küstenwachen der Türkei und Griechenland sowie zu FRONTEX sind etabliert. Die Anwesenheit der entsprechenden Verbindungsoffiziere bei uns an Bord hat sich bewährt.

Ende Juni sind wir dann in Souda Bay auf Kreta eingelaufen. Sie erinnern sich, hier haben wir am 1. April unsere Aufgabe als Flaggschiff des Ständigen NATO Einsatzverbandes übernommen. Nun sollten wir diese Aufgabe an das neue Führungsschiff, den britischen Zerstörer HMS Duncan übergeben.

Zunächst wurde der Besatzung aber am Einlauftag bereits die „Einsatzmedaille der Bundeswehr für die Teilnahme am Auslandseinsatz im Rahmen der NATO Aktivität zur Unterstützung bei der Bewältigung der Flüchtlings- und Migrationskrise in der Ägäis“ verliehen, die nun jeder Ausgezeichnete an seiner Uniform als sichtbares Zeichen der Einsatzteilnahme tragen darf.

Wie bei jedem Hafenaufenthalt musste, trotz tropischer Temperaturen, zunächst Proviant und Material an Bord. Eine sehr schweißtreibende Angelegenheit, galt es doch 25 Tonnen Verpflegung und Ersatzteile an Bord zu nehmen.

Am 29. Juni fand die nationale Kommandoübergabe statt. Flottillenadmiral Deertz hat seine Aufgabe als Kontingentführer des 3. Deutschen Einsatzkontingents NATO-Unterstützung Ägäis an sei- nen Nachfolger, Kapitän zur See Brach übergeben. Der Stellvertreter Befehlshaber Einsatzführungskommando, Generalmajor Poschwatta hat die Übergabe durchgeführt. Für die Besatzung bedeutete dies, erstmalig die weiße Uniform aus den Spinden holen. Bei Temperaturen um 35° zwar nicht angenehm aber dem Anlass angemessen.

Einen Tag später hat Admiral Deertz dann unter Anwesenheit des Kommandeurs NATO Maritime Command die Führung über den NATO Verband an einen britischen Admiral übergeben und die Flagge als Führungsschiff über den Verband ging auf der Brandenburg nieder. Wieder „in weiß“ und wieder sehr heiß!!

Mit der Beendigung der Aufgabe als Flaggschiff hat uns auch der internationale Stab verlassen. Aktuell sind noch die Verbindungsoffiziere zur türkischen und griechischen Küstenwache sowie zu FRONTEX an Bord. Somit ist uns ein wenig Internationalität geblieben.

Während der Hafenliegezeit auf Kreta konnten wir die Bedeutung dieser Insel für die NATO Marinen direkt erleben. In dem Marinestützpunkt herrschte ein reges Ein- und Auslaufen von Schiffen unterschiedlichster Nationen.

Mit unserem neuen Kontingentführer an Bord ging es dann am 8. Juli wieder Richtung Einsatzge- biet und somit auch wieder zurück in die bekannte Seeraumüberwachungsroutine. Ein wenig Abwechslung in diese Routine brachte uns am 12./13. Juli ein Luftziel-/Seezielschießen mit unserem 76mm Geschütz und den 27mm Marine-Leichtgeschützen.

Neben unserer Einsatzaufgabe verwenden wir auch weiterhin viel Zeit für Ausbildung in allen Be- reichen. Etwas Besonderes ist dabei immer die Schießausbildung. Schließlich schießen wir nicht auf einer Schießanlage an Land sondern auf dem (zugegebenermaßen nur wenig aber immerhin) sich bewegenden Flugdeck. Und als Ziele nutzen wir keine Klappscheiben sondern auch mal Luftballons.

Die Tage auf See sind gefühlt besonders lang und daher ist Abwechslung und auch Ablenkung vom täglichen Einerlei der Seeroutine besonders wichtig. Dazu machen sehr viele Besatzungsangehörige nach wie vor regen Gebrauch von dem Sportangebot.

Sie erinnern sich an das Abnehm- und Fitnessprojekt „I make you Brandenburg“? Ich hatte in einer früheren Heimatinfo darüber berichtet.

Mit dem Einlaufen in Souda wurde der erste Teil dieses „Wettkampfes“ abgeschlossen. Über drei Monate fanden sich zahlreiche Kameraden einmal wöchentlich zum „Kontrollwiegen“ bei unserem Schiffsarzt ein. Während der Woche floss dann abends regelmäßig der Schweiß beim Sport auf dem Flugdeck. Das Gesamtergebnis ist sehr beeindruckend. Insgesamt haben die Teilnehmer 165kg Gewicht verloren und der Sieger kann stolz sein auf einen Gewichtsverlust von 18kg. Eine unglaubliche Leistung, die mit einem Pokal und viel Applaus im Rahmen einer Besatzungsmusterung gewürdigt wurde.

Für diejenigen, die Sport lieber an der Spielekonsole betreiben wurde auch ein Playstation Fußballturnier durchgeführt. Nach sportlich fairem Wettkampf gab es zum Glück keine Verletzten, aber für „Sportler“ und Zuschauer jede Menge Spaß.

Wie Sie also sehen, erfüllen wir unseren Einsatzauftrag, betreiben interne Ausbildung und halten uns sportlich fit! Dies wird auch an anderer Stelle wahrgenommen. So erreichte uns in Souda ein Brief des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, Dr. Dietmar Woidke. Er sendet uns viele Grüße aus unserem Patenland und dankt uns für den „hervorragenden Dienst“ den wir leisten. Sehen Sie es mir nach, aber gerade in diesen Zeiten tut ein wenig Anerkennung von politischer Seite einfach gut!

Mittlerweile haben wir die Hälfte unseres Einsatzes hinter uns gebracht und wir werden eine kleine Besatzungsfeier anlässlich des sogenannten „Bergfestes“ (zur Halbzeit des Einsatzes) während des nächsten Hafenaufenthalts nachholen. Dann geht es auf die Zielgerade….

Ich möchte an dieser Stelle auch Werbung machen für das Sommerfest des Familienbetreuungszentrums Wilhelmshaven. Dieses findet am 20.08.2017 in der Zeit von 11:00 bis 16:00 Uhr am Grillplatz im Marinestützpunkt Heppenser-Groden, Alfred-Eckhard-Str. 1, 26384 Wilhelmshaven statt.

Wenn Sie vor Ort sind, melden Sie sich doch einfach bis zum 04.08. telefonisch unter 04421-68 5511 oder per E-Mail an FBZWilhelmshaven@bundeswehr.org an.

Und folgen Sie uns auch auf der Homepage der Deutschen Marine. Auch dort werden regelmäßig Geschichten und Erlebnisse von der Brandenburg eingestellt.

Bis zum nächsten Mal, Ihr

Christian Scherrer
Fregattenkapitän

Der ganze Heimatbrief mit Bildern:
Heimatinfo_6

Heimatbrief Nr. 5

Sehr geehrte Angehörige und Freunde der Besatzung der Fregatte Brandenburg!

 

Nach 10 Tagen auf See sind wir heute in Izmir in der Türkei eingelaufen. Wir haben das türkisblaue Wasser der Ägäis gegen das trübe Wasser des Hafens getauscht. Dennoch freut sich die Besatzung auf unseren ersten Aufenthalt in der Türkei. Das Wochenendwetter verspricht jedenfalls sehr heiß und sonnig zu werden.

Die politischen Streitigkeiten der letzten Wochen um die Frage der Stationierung deutscher Luftwaffentornados in Incirlik haben  aktuell auf unseren Aufenthalt keine spürbaren Auswirkungen. Die Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden verläuft bisher problemlos. Also, derzeit kein Grund zur Sorge oder Beunruhigung.

Die hinter uns liegende Seefahrt hat uns schnell wieder in der Einsatzrealität ankommen lassen – gut so, nach der langen Liegezeit im Dock in Piräus. Der Kurzaufenthalt in Thessaloniki war dann verregnet und diente ja auch vorrangig der Übernahme von Proviant und Ersatzteilen.

Kaum zurück im Einsatzgebiet war das Wetter wieder deutlich besser. Bei Temperaturen um 25° und wenig Wind haben wir unseren Beobachtungsauftrag schnell wieder aufgenommen und konnten auch neue Erkenntnisse zum Vorgehen der Schleuser sammeln und entsprechend weiter melden.

Die neben den planmäßigen Wartungsarbeiten auf See noch verbleibende Zeit versuchen wir abwechslungsreich zu nutzen. Entweder durch schiffsinterne Schadensabwehr- und Gefechtsübungen oder Unterrichte über die Region und das Einsatzgebiet.

Trotz des vollen Programms wird natürlich auch Zeit für das tägliche Pensum Sport gefunden. Letzte Woche konnten wir das Sportangebot durch Aufbau und Eröffnung unseres „Taucherübungsbeckens“ (einige würde es evtl. als Swimming-Pool bezeichnen) deutlich erweitern

Während unseres Aufenthalts hier in Izmir haben wir Besuch von dem stellvertretenden Beauftragten des Generalinspekteurs für Ausbildung und Erziehung. Ein Routinebesuch, der bei allen Einsatzkontingenten der Bundeswehr durchgeführt wird. Durch Gespräche mit der Kontingent- und Schiffsführung aber auch mit Vertretern der Besatzung wird ein Stimmungsbild eingefangen und dann an den Generalinspekteur weitergegeben um ggf. Anpassungen in der Ausbildung einzuleiten.

Während unseres Aufenthalts hier in Izmir haben wir Besuch von dem stellvertretenden Beauftragten des Generalinspekteurs für Ausbildung und Erziehung. Ein Routinebesuch, der bei allen Einsatzkontingenten der Bundeswehr durchgeführt wird. Durch Gespräche mit der Kontingent- und Schiffsführung aber auch mit Vertretern der Besatzung wird ein Stimmungsbild eingefangen und dann an den Generalinspekteur weitergegeben um ggf. Anpassungen in der Ausbildung einzuleiten.

Erlauben Sie mir noch eine kleine Bemerkung zum Thema „Prüfauftrag zum Umgang mit dem Traditionsverständnis in Bezug auf die Wehrmacht“. Über dieses Thema wurde in den vergangenen Wochen heftig diskutiert, auch hier an Bord. Ich werde mich hier nicht an der Debatte beteiligen, sondern möchte Ihnen lediglich mitteilen, dass an Bord der Brandenburg keinerlei Auffälligkeiten oder Beanstandungen mit Bezug auf das Dritte Reich festgestellt wurden.

 

Dieses Mal ohne Fotos, aber dennoch mit den besten Grüßen

 

Ihr

Christian Scherrer

Fregattenkapitän

Kommandant Fregatte Brandenburg

Der Rote Adler fliegt wieder

Liebe Familienangehörige und Freunde der Besatzung der Fregatte Brandenburg!

Heute möchte ich mich ganz kurz fassen und freue mich Ihnen berichten zu können, dass wir gestern Abend spät ausgedockt sind und uns, nachdem wir heute früh betankt wurden, seit 14:00 Uhr auf dem Weg in unser Einsatzgebiet befinden.

Der Rote Adler fliegt wieder!

Mehr in meiner nächsten Info.

Beste Grüße,

 

Ihr Christian Scherrer

Fregattenkapitän und Kommandant

Heimtabrief Nr. 4

Piräus, 11.05.2017

Liebe Familienangehörige und Freunde der Fregatte Brandenburg,

wie Sie sehen liegen wir immer noch bzw. schon wieder in Piräus – nur dieses Mal „hoch und trocken“.
Nicht alles, was Sie in den letzten Tagen und Wochen in der Presse und den sozialen Medien über uns lesen konnten, entspricht der Wahrheit. Fehlinformationen und Übertreibungen sorgten für ein falsches Bild in der Öffentlichkeit. Sich darüber zu ärgern hilft nicht weiter.

Die Ostertage in Piräus waren für die Besatzung geprägt von 25 Tonnen Proviantübernahme und einem Besuch von Mitgliedern des Deutschen Bundestages aber auch der Erkundung der Stadt Athen mit ihren großartigen historischen Sehenswürdigkeiten. Ostern im orthodoxen Griechenland zu erleben war auch ein ganz besonderes Erlebnis. Der Ostersonntag wurde um Mitternacht im wahrsten Sinne des Wortes mit Kirchenglocken und Feuerwerk eingeläutet und zahlreiche Besatzungsangehörigen haben sich für dieses Spektakel an Oberdeck eingefunden.

Das Auslaufen am Ostermontag war dann auf eine leider ganz andere Art und Weise spektakulär. Ich habe in meiner letzten Info kurz darüber berichtet.
Während des Auslaufmanövers aus dem Hafen von Piräus kam es zu einer Grundberührung. Nachdem wir direkt nach Verlassen des Hafens geankert haben, wurde durch unsere Bordtauchergruppe eine erste Schadensbegutachtung vorgenommen.

 

Dabei haben wir festgestellt, dass sowohl unsere Ruderanlage als auch der linke Propeller („Schiffsschraube“) bei der Berührung beschädigt wurden. Und zwar v.a. das Ruder so stark bzw. in einem so ungewissen Zustand, dass ich entschieden haben, den Einsatz zunächst nicht fortzusetzen. Über Nacht verblieben wir vor Anker und am Dienstag sind wir mit Unterstützung der griechischen Marine und zwei Schleppern (um kein weiteres Risiko einzugehen) in den Marinehafen Salamis eingelaufen.

Von Salamis aus, wurde dann ein geeignetes Dock für die Brandenburg gesucht. Denn es war klar, dass der Schaden „im Trockenen“ begutachtet werden muss. Diese Suche hat natürlich einige Zeit in Anspruch genommen. Zeit, die für die Besatzung mit Ungewissheit verbunden war. Allerdings muss man sagen, dass ein vergleichbarer Fall in heimischen Gewässern die gleichen Probleme bei der Suche eines Docks mit sich gebracht und sehr wahrscheinlich auch deutlich länger gedauert hätte.

Am 4. Mai haben wir schließlich in Piräus eingedockt. Das Schiff liegt „hoch und trocken“ und die Techniker aus Deutschland sind vor Ort und haben mit der Instandsetzung begonnen.

Gegenwärtig sieht es so aus, dass die Schäden alle in einer „akzeptablen“ Zeit repariert werden können (selbstverständlich ist jeder Tag Dockliegezeit ein Tag zu viel).

Ich möchte mich noch nicht abschließend festlegen, aber ich gehe fest davon aus, dass wir in diesem Monat unsere Patrouillentätigkeit wieder aufnehmen werden.

Die Besatzung lebt und arbeitet weiterhin an Bord; es gibt auch im Dock reichlich zu tun. Admiral Deertz und sein Stab führen den Verband auch weiterhin von der Brandenburg aus. Und unsere Aufgabe im Seegebiet hat bis auf Weiteres das Minentauchereinsatzboot Rottweil übernommen. Die Rottweil befand sich übrigens im Rahmen eines anderen NATO Einsatzverbandes im Mittelmeer, musste also nicht „extra wegen der Brandenburg“ aus Deutschland in das Mittelmeer verle- gen und sie ist auch nicht – wie in der Presse zu lesen war – Flaggschiff der SNMG 2.

Ich möchte an dieser Stelle auch berichten von zwei großen Paketen mit Briefen und Süßigkeiten, die mich zu Ostern aus Deutschland erreicht haben. Menschen, denen die Bundeswehr und vor allem die Soldaten im Auslandseinsatz am Herzen liegen, haben uns diese beiden Pakete mit jeweils über 20 Kg Süßigkeiten und anderen kleinen Geschenken sowie zahlreichen Ostergrüßen an Bord geschickt. Das Team der Initiative „Gemeinsam stark mit unseren Soldaten“, die Ihnen evtl. bekannt ist von dem „Gelben Band der Solidarität“, hat an uns gedacht und uns geschrieben:

„Es gibt viele Menschen, die hinter Euch stehen und stolz auf euch sind. Es ist für niemanden leicht, so lange fern von zu Hause zu sein, deswegen hoffen wir, die Pakete motivieren euch, die Zeit durchzuhalten.
Liebe Grüße vom Team `Gemeinsam stark mit unseren Soldaten ́“.

Von ganzem Herzen sage ich im Namen meiner Besatzung DANKE!!

 

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Liebe Mütter, Ehefrauen, Verlobte und Freundinnen!
Am Sonntag ist Muttertag und natürlich denken wir auch hier in Griechenland an Sie alle! Die Besatzung der Fregatte Brandenburg wünschen auf diesem Wege

 

Bis zum nächsten Mal, Ihr

Christian Scherrer

Fregattenkapitän

Neuer Vorstand des Freundeskreises

Anfang März 2017 trafen sich die bisherigen Mitglieder und die Initiatoren der Wiederbelebung des Freundeskreis der Fregatte Brandenburg auf Einladung des Alt-Vorsitzenden Herrn Hans-Jürgen Kube und den Mitgliedern des Landtages Daniel Kurth, Michael Jungclaus und Danny Eichelbaum zu einer Versammlung im Industrie- und Technik-Museum der Stadt Ludwigsfelde. Dem Bürgermeister Herrn Igel und der Museumsleiterin Frau Krause sei an dieser Stelle für ihre Unterstützung gedankt.

In der Zusammenkunft wurde festgestellt, wie wichtig eine aktive und lebendige Bürgerbeteiligung zum Aufrechterhalten der Beziehung zwischen Mannschaft der Fregatte und den Bürgerinnen und Bürgern des Landes Brandenburg ist.

Der Freundeskreis bestätigte dem alten Vorstand eine sehr gute Arbeit und konnte feststellen, dass aus organisatorischen Gründen ein Neuaufstellen des Vereins notwendig ist. Daher erklärten sich Herr Detlef Helgert, Herr Jörn Kube, Herr André Loppien und Herr Ronny Rohland bereit, die Funktion zur Koordination des neuen Vorstands des Freundeskreises zu übernehmen.

Als erste Amtshandlung des Freundeskreises wurde der bisherige Vorsitzende Hans-Jürgen Kube zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Der Freundeskreis wird auch weiterhin als Schnittstelle zwischen der Besatzung der F215 und den Bürgerinnen und Bürgern des Landes Brandenburg fungieren und diese Verbindung mit Leben erfüllen.

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Alter und neuer Vorsitzender: Detlef Helgert (links) und Hans-Jürgen Kube

Heimatbrief Nr. 3 – Grundkontakt

Liebe Angehörigen und Freunde der Fregatte Brandenburg,

möglicherweise haben Sie bereits Gerüchte bzw. Informationen erreicht oder Sie haben erste Presse- und Onlineberichte gelesen.

Ja, es stimmt – leider – am Montag kam es während des Auslaufmanövers aus dem Hafen von Piräus zu einer Grundberührung. Nachdem wir direkt nach Verlassen des Hafens geankert haben wurde durch unsere Bordtauchergruppe eine erste Schadensbegutachtung vorgenommen.

Dabei haben wir festgestellt, dass sowohl unsere Ruderanlage als auch der linke Propeller („Schiffsschraube“) bei der Berührung beschädigt wurden.

Und zwar v.a. das Ruder so stark bzw. in einem so ungewissen Zustand, dass ich entschieden haben, den Einsatz zunächst nicht fortzusetzen.

Über Nacht verblieben wir vor Anker und am Dienstag sind wir mit Unterstützung der griechischen Marine und zwei Schleppern (um kein weiteres Risiko einzugehen) in den Marinehafen Salamis eingelaufen.

In der Zwischenzeit werten die Experten zu Hause unsere Beschreibungen und Bilder aus und beratschlagen das weitere Vorgehen. Bis zu einer abschließenden Begutachtung in einem Dock ist derzeit noch offen, wie sich das Schadensbild und der nötige Reparaturumfang darstellt.

Die wichtigste Nachricht ist: es kamen KEINE Personen zu Schaden!!

Bis eine abschließende Entscheidung für ein Docken getroffen wird, werden wir zunächst in Salamis im Hafen liegen bleiben.

Sobald es Neuigkeiten gibt, werde ich Sie informieren.

Drücken Sie uns die Daumen!

 

Beste Grüße

 

Christian Scherrer

Fregattenkapitän

Kommandant Fregatte Brandenburg

Heimatbrief Nr. 2

Piräus, 13.04.2017

Liebe Familienangehörige und Freunde der Fregatte Brandenburg,

 

wie angekündigt folgt heute die nächste „Heimatinformation“ von der Brandenburg.

Unser Aufenthalt in Souda war, wie erwartet, ziemlich ausgefüllt mit Materialerhaltungsmaßnah- men, dem Verstauen von Lebensmitteln und Ersatzteilen sowie dem Umzug des Stabes zu uns an Bord. Dennoch gab es auch ausreichend Zeit zur Erkundung der Hafenstadt Chania. Die „offizielle Übergabezeremonie“ der Aufgabe als Flaggschiff der Standing NATO Maritime Group 2 erfolgte im Rahmen eines gemeinsamen Besatzungsfestes an Bord der Fregatte Sachsen. Die Kombüsen beider Schiffe hatten Spanferkel mit Rotkohl und Knödeln zubereitet und es war ein schöner Abend. In der Nacht vom 31. März auf den 1. April wurde dann die NATO-Flagge bei uns im Mast gesetzt und wir sind nun offiziell das Führungsschiff des Verbandes.

Am frühen Morgen des 1. April haben wir unsere Kameraden der Fregatte Sachsen verabschiedet, die mittlerweile in Wilhelmshaven eingelaufen sind.

Im Laufe des Tages liefen auch die restlichen Schiffe des Verbandes in Souda ein.
Am Abend fand auf unserem Flugdeck ein kleiner Empfang für die Besatzungen der kanadischen Fregatte St. John‘s, der spanische Fregatte Mendez Nunez sowie des spanischen Tanker Patino statt. Da diese drei Schiffe im Schwerpunkt nicht in der Ägäis operieren, war der Empfang eine gute Gelegenheit zum Austausch und zum Knüpfen von Freundschaften unter Seefahrern. Die Brandenburg hat sich als guter Gastgeber präsentiert und das ausgeschenkte Bier aus unserem Patenland fand reichlich Zuspruch bei unseren internationalen Gästen.

Am Abend des 2. April sind wir dann auch selbst aus Souda zu unserem ersten „See-Törn“ ausgelaufen.
Die Zeit nach Auslaufen aus Souda war geprägt von einem Kennenlernen des Seegebiets um die Inseln Lesbos und Chios. Hier wird sich auch für die vor uns liegende Zeit unser Operations- schwerpunkt befinden. An einigen Stellen liegen Griechenland und die Türkei nur etwa 3 Seemeilen auseinander. Im Allgemeinen sind die Gewässer zwischen den Inseln navigatorisch anspruchs- voll aber auch landschaftlich sehr reizvoll. Nach nunmehr 10 Tagen im Operationsgebiet ist uns die Umgebung bereits gut vertraut und es wird interessant sein zu sehen, wie sich die Pflanzenwelt auf den Inseln im Laufe unseres Einsatzes verändern wird.

Wir interagieren nun täglich mit den Booten der griechischen und türkischen Küstenwache sowie mit den zahlreichen FRONTEX Einheiten hier in der Region. Wir machen regelmäßig migrationsbedingte Beobachtungen, die wir dann an die nationalen Autoritäten und FRONTEX weitermelden.

Im Rahmen des Empfangs am 1. April wurde zwischen den Schiffen des Verbandes vereinbart, einen Tag lang gemeinsame Übungen und Manöver durchzuführen. Am 9. April war es dann so- weit und wir trafen auf See mit den beiden spanischen Schiffen zusammen. Als erste Übung sollte die Brandenburg den spanischen „Embargo-Brecher“ Patino vor dem Passieren einer imaginären „Ziellinie“ hindern. Trotz des Schutzes der Patino durch die Mendez Nunez ist uns dieser Auftrag durch ein taktisch kluges Verstecken hinter einer kleinen Insel hervorragend gelungen und der „Sieg“ in diesem Spiel ging an uns.

Das sich anschließende Seeversorgungsmanöver (in Marine-Sprech RAS – Replenishment at Sea – genannt) musste aufgrund von nicht passender Schlauchverbindungskupplung abgebrochen werden. Bei diesem Manöver fährt die Brandenburg mit ca. 45 Meter Querabstand an das Tankschiff heran. Dann wird eine Draht-Leinenverbindung zwischen den Schiffen hergestellt an der anschließend ein Tankschlauch übergeben wird. Da wir diese Verbindung aufgrund nicht passender Schäkel jedoch nicht sicher herstellen konnten, fand keine Kraftstoffversorgung auf See statt.

Das „Postbeutelmanöver“ bei dem anstatt der Schlauchverbindung lediglich eine Leine zwischen den Schiffen gespannt wird und zur Übergabe einer wasserdichten Posttasche dient, wurde wie geplant und sicher durchgeführt. Eine gute Übung für den Brücken-Wachoffizier und das seemännische Personal.

Zum Abschluss des gemeinsamen Tages fand in den Sonnenuntergang hinein ein sog. „Flotten- ballett“ statt. Eine Formationsfahrübung bei der sich die Schiffe in bestimmten vorgegebenen Formationen zueinander positionieren.
Auch wenn an diesem Tag nicht alles durchgeführt werden konnte wie geplant, so war es dennoch eine gute Übung für viele Bereiche der Besatzung und eine willkommene Abwechslung zum täglichen Einsatzgeschehen.

Da wir auf See nicht nachtanken konnten, sind wir am Dienstag, dem 11. April zu einem Bunker- stopp in Uzunada/Türkei eingelaufen und haben unsere Tanks dort aufgefüllt, bevor wir unsere Patrouillentätigkeit wieder aufgenommen haben.

Am heutigen Donnerstag, haben wir unseren ersten „See-Törn“ abgeschlossen und sind in der griechischen Hafenstadt Piräus eingelaufen. Piräus ist der Seehafen der Hauptstadt Athen.
Hier werden wir die Ostertage verbringen bevor wir Anfang nächster Woche wieder auslaufen werden.

Während des Hafenaufenthaltes werden wir ca. 25 Tonnen Lebensmittel und Kantinenware aus Deutschland erhalten und an Bord zu verstauen haben. Außerdem erwarten wir politischen Besuch aus Berlin (wobei ich nicht davon ausgehe, dass Sie davon etwas in den Nachrichten sehen werden). Zusätzlich zu der Möglichkeit Piräus und Athen „auf eigene Faust“ zu erkunden, werden auch Betreuungs- und Ausflugsfahrten zu den historischen Stätten angeboten.

Ich möchte Ihnen heute auch etwas über ein Projekt erzählen, welches wir derzeit an Bord durch- führen. Unter medizinischer Aufsicht unseres Schiffsarztes und unter sportlicher Anleitung der Sportoffiziere haben sich zahlreiche Kameraden für das Abnehm- und Fitnessprojekt „I make you Brandenburg“ angemeldet. Erklärtes Ziel der Teilnehmer ist es, ein wenig (oder auch etwas mehr) Gewicht zu verlieren und die eigene sportliche Fitness zu erhöhen. Wer genau sich daran beteiligt sollen Ihnen Ihre Angehörigen aber selbst erzählen – ich möchte ja schließlich keinen Leistungsdruck ausüben 🙂 Die gute Nachricht ist aber, dass alle Teilnehmer zusammen bereits über 75Kg Körpergewicht „abgespeckt“ haben. Der Salatverbrauch der Kombüse ist merklich angestiegen und die Sportgeräte und -veranstaltungen auf dem Flugdeck sind sehr hoch frequentiert.

Abschließend wünsche ich Ihnen allen schöne und erholsame Ostertage!

Bis zum nächsten Mal, Ihr

Christian Scherrer
Fregattenkapitän

 

P .S.

Die Postschlusszeit für unseren nächsten geplanten Hafenaufenthalt Ende April ist der 19.04.2017, d.h. Postsendungen, die uns während des Aufenthaltes erreichen sollen müssen bis zum 19.04.2017 in Wilhelmshaven eingegangen sein.

Für Ihre weitere Planung darf ich Ihnen noch die nächsten Termine des Familienbetreuungs- zentrums (FBZ) Wilhelmshaven ans Herz legen:

21.5.2017: Einsatzmesse im Gorch-Fock-Haus mit Vorträgen und Workshops 18.6.2017: Bootsfahrt zu den Seehundbänken
20.8.2017: Großes Sommerfest im Stützpunkt

Schriftliche Einladungen durch das FBZ folgen an die zur Betreuung angemeldeten in den nächs- ten Wochen. Weitere Infos und Anmeldung unter fbzwilhelmsahven@bundeswehr.org oder 0442/68-5511.
Zu allen Terminen dürfen auch gerne weitere Familienangehörige, Freunde und Bekannte mitge- bracht werden.

Sollten Sie wohnortbedingt von einem anderen FBZ betreut werden, aber den Kontakt zu den anderen Angehörigen der Brandenburg suchen, ist auf Wunsch auch ein Wechsel zum FBZ des Heimathafens möglich.

PDF mit Fotos vom Einsatz zum Download: Heimatinfo Nr. 2